Engeraner Manifest

Die Jugendzentren in Enger - das Zebra und der Kleinbahnhof - sind aktiv geworden um ein Zeichen zu setzen gegen den Rechtsruck in Politik und Gesellschaft.

 

Engeraner Manifest                              

Gerade steht sich besser!

Macht euch gerade gegen jegliche Form von Populismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.

Bilder in den Zeitungen, in den Nachrichten machen Angst, weil sie sich so ähneln mit Bildern aus den dreißiger Jahren - Bilder von der Reichspogromnacht, der Judenverfolgung, der Missachtung von Menschenwürde und der Lust auf Leben.

Vor der Stiftskirche, vor dem Gottesdienst zum Gedenken aller Gefallenen in den Weltkriegen traf sich vor 30 Jahren eine Gruppe des evangelischen Kinder- und Jugendzentrums und machte mit Transparenten mit der Aussage „die braunen Wurzeln Keimen wieder!“ auf sich aufmerksam. Gemeint war damit die NPD, die DVU, die Republikaner, die alle auf ihren Plakaten zur Wahl Ausländer und Fremde in der Republik als Bedrohung stigmatisierten.

30 Jahre sind vergangen und inzwischen sitzen einige Exemplare dieser Gruppe im Bundestag, für alle Welt sichtbar um dort unverhohlen und platt, die Wurzeln von einst als ausgewachsene Triebe zur Schau zu tragen.

Das Manifest steht für eine neue Form von Grenzsetzung im Sinne von "bis hierhin und nicht weiter!" Eine neue Form des sich Einmischens immer dann, wenn Recht zu Unrecht wird, Mitmenschen das Menschsein abgesprochen wird, Angst und Hass in die Welt gestreut wird. Bitte mischt Euch ein, haltet nicht den Mund nur weil jemand lauter ist als ihr. Lasst Euch nicht bedrohen. Wir Alle sind mehr!

Das Engeraner Manifest ist eine Erklärung von Menschen aus Enger und Umgebung, die durch ihre Unterschrift und dem Eintrag in das Manifest ein deutliches Zeichen setzen um eine Position für die so wertvollen demokratischen Grundsätze unserer Republik zu beziehen.


Hier findet Ihr einen kurzen Videoclip zur Manifesteröffnung